JAZZ CIRCLE ZÜRICH - Programm 3. Trimester 2021




Wir freuen uns, Sie wie folgt zu unseren Montags-Sessions einzuladen:

Gemeinschaftszentrum Heuried
Döltschiweg 130
8055 Zürich

Eintreffen ab 19.15 Uhr Beginn 19.30 Uhr

Die Eingangstüre wird um 19:30 Uhr geschlossen. Verspätete Gäste werden nach telefonischer Anmeldung beim Eingang abgeholt.
Bitte Tel Nr. 079 1010 461 anrufen.


Es werden nur Personen zugelassen, die über ein gültiges Covid-Zertiikat verfügen. - Das Vorhandensein wird vor Beginn überprüft, gültig für Teilnehmer und Referenten.


Daten der Anlässe:

20.September, 27. September, 4.Oktober, 11.Oktober, 18. Oktober, 25.Oktober, 1.November, 8.November 15.November, 22.November, 29.November, 20.Dezember


20.September   "Moments of Diamond"

Kaspar Fischer

Es gibt innerhalb von Jazz-Performances Momente, die absolut brilliant sind. So zum Beispiel Coleman Hawkins in einer Aufnahme in Holland (30-er Jahre), in welcher er den Schlusston des Vocals der holländischen Sängerin exakt übernimmt für seinen eigenen Chorus, wobei besagte Sängerin von ihrem Standpunkt aus eine andere Geschichte erzählt, die nichts mit Musik zu tun hat.

Oder ein Duo, live mitgeschnitten, von Don Byas und Slam Stewart, in welchem der Kritikerstreit punkto Swing versus Bebop zur lächerlichen Irrelevanz degradiert wird.

Diamantene Momente werden aus dem ganzen Spektrum von Stilen, Instrumenten und Vocals zu hören sein. Um nur noch ein Beispiel zu verraten: Mel Powell in einem Solo in Paris 1945, zusammen mit der Band auf den noch nicht angekommenen Leader wartend und noch nicht wissend, dass Glenn Miller im Flug über den Ärmelkanal für immer verschwand und mitsamt der Flight-Crew als verschollen erklärt werden musste. Fehlen wird auch nicht einer der Wichtigsten mit Namen Fats Waller

27.September   Earl "Fatha" Hines - Master of Jazz

Karl Lampert

Der in Pennsylvania geborene Pianist wollte schon immer so Klavier spielen, wie Louis Armstrong seine Trompete beherrschte. Sein "grosser fetter Klang", durch Einspielungen von Satchmos zweiten Hot Five erstmal breiter bekannt geworden, rührte zum einen vom eisenharten Anschlag der Single Note-Linien, zum andern von der Entscheidung her, Melodien oft in Oktaven zu greifen oder an wichtigen Stellen durch Triller zur verstärken. An diesem Abend sind einige solche Beispiele zu hören.


4.Oktober  Videoabend: BBC Jazz 625 - Teil 2

Bent Hvidt

Der längere zweite Teil des BBC-Programms war eine Live-Sendung zum 50 Jahre Jubiläum mit Andy Oliver als Programmleiter, eine House Band geführt von Jean Toussaint, ein Überraschungstrio mit Rolling Stones Drummer Charlie Watts und vielen Gästen: Scott Hamilton, Joshua Redman, Gregory Porter, Jacquie Dankworth und Camilla George.

Zwischendrin Interviews über die Geschichte von BBC Jazz 625 und Soho, dem Jazz Zentrum Londons. Ferner Ausschnitte aus den ursprünglichen Sendungen mit Stars wie Duke Ellington (erstes Programm 1964), Cleo Laine und Wes Montgomery. Als Zugabe gibt es ein paar Aufnahmen vom DDR Fernsehen mit einem bemerkenswerten Max Roach Quartet mit Cecil Bridgwater (tp) und Odean Pope (ts) auf der Jazzbühne Berlin 1984.

11.Oktober  Duke Ellington at the Côte d'Azur

Rolf Huber

Am heutigen Filmabend reisen wir an die Côte d'Azur zu einem Konzert mit der Duke Ellington Band und den Gästen Ella Fitzgerald und Joan Miró.

Als Zugabe hören wir noch Ausschnitte aus Duke's Last Jam Session, rare Video Aufnahmen mit Stars vom Norman Granz Pablo Label zusammen mit Joe Pass, Ray Brown und Louie Bellson.

18.Oktober  Werner Pulvers persönliche Favoriten

Fernand Schlumpf

Unser langjähriges, geschätztes Mitglied Werner Pulver hat seine riesige Plattensammlung dem swissjazzorama geschenkt.

Fernand Schlumpf, Martin Stump, Rolf Huber und Valentin Bächi präsentieren einige Scheiben, die er auf die berühmte Insel mitnehmen würde.

25.Oktober  Lloyd Nelson Trotman (1923-2007

Yvonne Trotman

Der amerikanische Jazz Bassist war Begleiter von zahlreichen US Jazz-, Dixieland- und Rock 'n' Roll Musikern. Er wurde Session Musiker für Atlantic Records

und weitere Aufnahme-Gesellschaften. In der New Yorker Club Szene der 52. Strasse begann er 1945, als er Duke Ellington und Dinah Washington begleitete.

1.November  Dexter Gordon, 2. Teil

René Schmutz

Dexter Gordon lebte in den sechziger Jahren lange Zeit in Paris und Kopenhagen. Anlässlich des Jazzfestivals Zürich 1975 spielte er drei grossartige LPs ein. Bei seiner triumphalen Heimkehr in die USA im nächsten Jahr entstand ein fulminantes Doppelalbum mit dem passenden Namen "Homecoming".

Einen seiner letzten Auftritte hatte er als Schauspieler und Saxophonist in der Rolle des Dale Turner im hoch gelobten Film "Round Midnight" von Bertrand Tavernier.

8.November  Jazz und Weltmusik

Jürg Solothurnmann

Der heutige Jazz präsentiert sich als eine Vielfalt von Tendenzen, Individualstilen und besonderen Ansprüchen an die Zuhörer. Aber seine amerikanischen Wurzeln waren um 1900 weltliche und sakrale Volksmusik der Nachkommen afrikanischer Sklaven und der europäischen Einwanderer. Auch wenn der Jazz inzwischen von einer trendigen Tanz- und Popmusik zu einer kunstvollen Zuhörmusik geworden ist, suchen westliche Jazzmusiker seit den 1960er Jahren eine Auffrischung und neue Inspiration, oft bei einheimischen oder exotischen Musiktraditionen.

Doch im vernetzten medialen Zeitalter entdecken auch Musiker anderer Kulturen Jazz, Rock und westliche Klassik und der Austausch ist gegenseitig. So gibt es nicht nur "Ethnic Jazz" und "World Jazz" bei uns; der Jazz beeinflusst auch auf anderen Kontinenten die Entstehung neuer indigener Tendenzen. Warum ist Jazz dafür speziell geeignet und welche Kontaktpunkte gibt es? Mit Tonbeispielen skizziert Jürg Solothurnmann die Entwicklungen und ihre Gründe.

15.November  Edgar Sampson 1907-1973

Mario Schneeberger

Edgar Sampson war ein wichtiger Komponist und Arrangeur der Dreissigerjahre. Er lernte ursprünglich Violine, spielte dann auch Klarinette, Altsaxofon und Baritonsaxophon. Seine hauptsächliche Bedeutung erlangte er durch seine Kompositionen und Arrangements für das Chick Webb Orchester, sowie später für Benny Goodman. Er war einer der Steigbügelhalter für Goodman auf seinem Weg zum "King of Swing", allerdings ohne die gebührende Anerkennung zu erhalten. Meine Präsentation beginnt mit einer Aufnahme aus 1928 und endet mit den Aufnahmen seines eigenen Orchesters von 1956. Vorgetragen werden Beispiele seiner Kompositionen und Arrangements sowie Werke mit seiner Mitwirkung als Instrumentalsolist. Nicht wenige der Aufnahmen sind Ohrwürmer. Wurmgefährdeten Personen wird vom Besuch abgeraten.

22.November  Pierre Favre

René Schmutz

Der Abend, wo Pierre Favre höchstselbst von seiner langen Karriere erzählte und aus dem Nähkästchen plauderte, war ein grosser Erfolg.

Heute steht seine Musik aus den frühen Jahren im Mittelpunkt, die Zeit bei Max Greger und im Jazz Live Trio von Radio Zürich. Müsterchen des Free-Jazz Trios Favre-Schweizer-Kowald und aus der allerersten Solo-Platte dürfen nicht fehlen und leiten ein Panoptikum höchst abwechslungsreicher Produktionen mit verschiedensten Besetzungen ein.

29.November  Wynton Marsalis in Concert - Part 1

Bent Hvidt

Sicher haben viele von Euch Wynton Marsalis vor rund 30 Jahren in einem Konzertsaal erlebt und haben ähnliche Gefühle gespürt wie bei der ersten Begegnung mit Louis Armstrong, Dizzy Gillespie oder Miles Davis. Es ist nur wenigen Musikern gegeben, Jazz Geschichte zu schreiben, aber wie den früheren Koryphäen ist das auch Wynton Marsalis gelungen, und auf ganz ähnlicher Weise.

Er hat sehr jung mit einem Quintett von begabten Kollegen begonnen - wie Louis Armstrongs Hot Five, Dizzy Gillespie/Charlie Parker Quintet, Miles Davis/John Coltrane Quintet - und sich unentwegt entwickelt.

Im ersten Set gehen wir zurück zum Jazz Festival Montreux 1988 und begegnen der zweite Gruppe, die Wynton in die Schweiz brachte. Im zweiten reisen wir nach Berlin zum Jazzfest in der Philharmonie, wo sich die Band auf sieben vergrössert hat, aber die ursprünglichen fünf noch dabei sind. ?

29.November  Weihnachtsessen

Einladung folgt.

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